Die kontinuierliche Arbeit zur Bewahrung und Aufwertung

Die Natur und die Wirkung der Zeit bleiben nie stehen; dies gilt auch für unseren Einsatz zum Schutz und zur Aufwertung des geschichtlichen und landschaftlichen Erbes von Prada.
Danks des Einsatzes und der harten Arbeit von Spezialisten und Freiwilligen setzen wir uns weiterhin dafür ein, Prada für alle, denen diese alte Siedlung am Herzen liegt, zu bewahren und zu schützen.

2022 Weg Piano Laghetto - Prada

In der letzten Märzwoche 2022 hat eine Gruppe von Naturliebhabern, die von der Vereinigung Naturnetz Ticino kontaktiert worden waren, die Instandsetzung des Weges von Pian Laghetto nach Prada durchgeführt.
Sieben Freiwillige und ein Förster haben die auf den Weg gestürzten Bäume entfernt, diesen verbreitet und ausgebessert und die hölzernen, einsturzgefährdeten Geländer durch neue ersetzt.
Auch neue Stufen wurden gesetzt, damit dieser wunderschöne Weg nach Prada leichter zu bewältigen ist.
Beim Felsvorsprung in der Nähe der kleinen Brücke über den Bach wurde auch die alte, teils morsche Wegbefestigung durch eine neue Stützkonstruktion aus Kastanienholz ersetzt, damit der Übergang sicherer wird.

Restaurierung und Sicherung der Gebäude 7.1.-7.2.

Im Frühjahr 2021 (April und Mai) hat die Stiftung Prada im Einvernehmen mit dem Amt für kulturelle Güter einige Eingriffe im Dorfkern von Prada vorgenommen.
Diese dienten der besseren Einschätzung der Probleme, die bei der Konsolidierung dieser alten Gemäuer hätten auftauchen können: Herangehensweise, zu verwendende Materialien, Umfang der zu entfernenden Massen, mögliche Schwierigkeiten betreffend die Statik der Strukturen.
Aufgrund dessen konnte man die Gebäude aussuchen, die für diese Analyse am besten geeignet waren und hat sich so für die Objekte 7.1.-7.2. entschieden, die sich am nordwestlichen Rand der Siedlung befinden.
Diese konfrontierten uns mit einigen Problematiken, die auch an anderen Bauten auftauchen könnten, erlaubten jedoch eine «bequemere» Einrichtung der Baustelle und sind zudem die typischsten der Siedlung (sie sind auch auf dem Logo der Stiftung abgebildet).
Die vollzogenen Eingriffe haben mit der Entdeckung von Scherben einer Schale aus dem 15. Jahrhundert und einer einfachen Entwässerungsanlage in einem der beiden Gebäude auch zu ersten überraschenden Funden geführt.
Man kann also hoffen, dank der nächsten Arbeitsphase (vorgesehen im Winter 2021-2022) die Kenntnisse über Prada und das Leben seiner ehemaligen Bewohner erweitern und vertiefen zu können.

2021 Pressekonferenz

In Anwesenheit der wichtigsten lokalen Medien und der Vorsteherin des Amtes für kulturelle Güter Simonetta Biaggio-Simona, wurde am 19. Mai 2021 in Prada eine Pressekonferenz abgehalten, um die Ergebnisse der «Pilotphase» vorzustellen.
In dieser Phase hat man versuchsweise mit der Konsolidierung der ersten Gebäude begonnen, um die folgenden Hauptarbeiten besser organisieren zu können: Es mussten die geeigneten Arbeitsmethoden, die richtigen Materialien und die räumliche Organisation festgelegt werden; vor allem galt es aber auch zu verstehen, welche Probleme bei der Stützung von 400 Jahre alten Mauern auftauchen könnten.

2021 Panoramaweg

Während der Restaurierungsarbeiten musste der Zugang zum Dorf für die Besucher gesperrt werden.
Dank der Arbeit der Brüder Andrea, Marco und Luca Guazzone, die sich auch um verschiedene Ausbesserungen der Zugangswege nach Prada (u.a. neue Treppenstufen) gekümmert hatten, ist ein neuer Panoramaweg angelegt worden.
Von diesem neuen Weg aus, der für alle leicht zu begehen ist, kann man Prada von oben in seiner Gesamtheit bewundern.
Nach der Sicherstellung des ganzen Geländes ist auch ein Weg in Planung, der den Besuchern ermöglichen soll, sich auch innerhalb des Dorfes zu bewegen.

2019 Schutz von Prada als Kulturgut von kantonaler Bedeutung anerkannt

Prada genießt den Schutz als Kulturgut von kantonaler Bedeutung; dies hat der Regierungsrat entschieden und die Variante des Raumplanungsgesetzes des Gemeinderates von Bellinzona vom 19. Dezember 2018 angenommen.
Für die Stiftung ist dies eine entscheidende Etappe ihres Projekts, die baufälligen Gebäude zu bewahren und wieder aufzubauen - nicht nur eines, wie es das Departement für Bau und Umwelt in seiner Voruntersuchung wollte.
Nach Anhörung der Begründungen des Stadtrates und des Amtes für Kulturgüter ist der Regierungsrat „der Ansicht, dass es möglich sei, den Willen der Stadt Bellinzona, und somit der Stiftung Prada, insofern zu unterstützen, als üblicherweise festgehalten wird, dass jede weitere Restaurierung oder Wiederaufbau von anderen Gebäuden, die zur geschützten Siedlung gehören, nach den Grundsätzen des Schutzes von Kulturgütern gerechtfertigt werden muss“.

2019 Variante des Raumplanungsgesetzes zum kantonalen Schutz des Dorfes angenommen

An der Sitzung vom Februar 2019 hat der Gemeinderat von Bellinzona der Variante des Raumplanungsgesetztes des Quartiers von Bellinzona zugestimmt, die den Schutz von Prada als Kulturgut von kantonaler Bedeutung anordnet.
Die Akte war bis Ende Mai veröffentlicht worden und wird nun vom entsprechenden kantonalen Amt geprüft.

2018 Abholzungsarbeiten bei der Kirche

Zweite und letzte Phase der Abholzung der einsturzgefährdeten Bäume, die im alten Dorf gewachsen sind.
In dieser Phase wurden die Umgebung der Kirche mit ihrem Vorplatz und der Bereich, wo die alte Mühle vermutet wird, aufgeräumt und abgesichert.
Dank der zufriedenstellenden Ergebnisse der ersten Phase wurden die Bäume auch in diesem Fall mit Hilfe eines Helikopters gefällt.

2017 Abholzung und Abtransport der Bäume

Um die Gefahr von Einstürzen instabiler Bäume (wie in der Vergangenheit leider vorgekommen) auf ein Minimum einzudämmen, hat man dafür gesorgt, den Baumbestand in zwei Phasen zu reduzieren.
Um die vorhandenen Baureste nicht weiter zu beschädigen, hat man für den Abbau in den heikelsten Zonen den Helikopter eingesetzt.
Die Bäume wurden vor dem Schnitt am Helikopter angehängt, dann gefällt und direkt zum Sammelplatz nach Serta geflogen.

2016 Gründung der Stiftung Prada

Ziel der Stiftung ist die Erschließung und Aufwertung des mittelalterlichen Dorfes von Prada, das sich in einem Gebiet von archäologischer Bedeutung befindet und gemäß Raumplanung als Zone von landschaftlichem Interesse gilt.
Die Stiftung möchte Maßnahmen zum Wiederaufbau und zum Schutz der alten Siedlung fördern und finanzieren, d.h. die Gebäude gemäß ihrer ursprünglichen Funktion und ihres bewahrten Zustandes sanieren und für die Öffentlichkeit zugänglich machen.

2007 Topographische Erhebung

Die Erhebung wurde 2007 vom Archäologen Giorgio Nogara im Auftrag des Amtes für Kulturgüter durchgeführt.
Wie aus der Planimetrie ersichtlich, sind in Prada die Reste von mehr als 40 Gebäuden (Häuser und Ställe) vorhanden.
Etwa zehn davon haben ein noch gut erhaltenes Mauerwerk; dies dank der raffinierten Bauweise mit recht großen, gut bearbeiteten Steinblöcken in den Ecken und den empfindlichsten Stellen der Gebäude und der Verwendung von Kalkmörtel als Bindemittel.
Unter diesen Häusern befindet sich auch das Gebäude 13.2., das am meisten Bausubstanz aufweist.
Innerhalb des Projekts zur Aufwertung Pradas ist vorgesehen, dessen fehlende Teile konservativ zu restaurieren.
Eine andere Eigentümlichkeit ist die blockweise Anordnung der Wohnhäuser, wie bei Reihenhäusern.
Zu erwähnen ist auch, dass sich das Dorf in einer Mulde in westlich-südwestlicher Lage zwischen den Bächen Dragonato und Guasta befindet und vom Nordwind gut geschützt ist.

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